Unerfüllter Kinderwunsch, sexueller Missbrauch & Trauma

Als Kinderwunschbegleiterin arbeite ich mit Frauen an tieferliegenden, inneren Themen, die das Schwangerwerden erschweren. In manchen Fällen finden wir bei der Seelenarbeit sexuellen Missbrauch* in der Vergangenheit oder traumatische Erfahrungen, die mit zum unerfüllten Kinderwunsch beitragen. Hier findest du einen weiteren Artikel über energetische Gründe für unerfüllten Kinderwunsch.

Gewaltvolle Erlebnisse in der Kindheit, Jugend oder im Erwachsenenalter

Ein Grund für noch nicht erfüllten Kinderwunsch können gewaltvolle, traumatisierende Erlebnisse in der Kindheit, Jugend oder im Erwachsenenalter sein. Zu diesen Erfahrungen zähle ich sexuellen Missbrauch oder Vergewaltigung, körperliche Misshandlungen oder psychische Misshandlung wie Vernachlässigung oder Überforderung als Kind. Der frühe Verlust eines Elternteils oder das Miterleben von Unfällen können sich ebenso traumatisierend auswirken.

Allen diesen Erfahrungen ist gemeinsam, dass sie existenziell bedrohlich sind. Die eigene körperliche Unversehrtheit ist in Gefahr oder die Betroffene sieht sich mit dem tatsächlichen oder zu erwartenden Tod konfrontiert.

sexueller Missbrauch und schwanger werden

Emotionale Reaktionen darauf sind große Angst, Entsetzen oder ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht. Das Opfer ist der Situation ohne Handlungsspielraum hilflos ausgeliefert und komplett machtlos. Oft manifestiert sich in der Folge eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die mit therapeutischer Begleitung aufgearbeitet werden sollte. Doch auch, wenn keine definierte PTBS vorliegt, können traumatisierende Erlebnisse ein Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Gewalterfahrungen in der Kindheit werden oft „vergessen“

Betroffene Frauen erinnern sich oft später im Leben nicht mehr an Gewalterfahrungen in der Kindheit. Dies ist eine Strategie der Seele, die damals das weitere Überleben sicherte. Diese Erlebnisse bleiben im Körpergedächtnis, in der Seele und im Energiefeld gespeichert, wenn sie nicht bearbeitet werden. Sie können gravierende Folgen für das Leben haben.

Was hat ein Trauma mit unerfülltem Kinderwunsch zu tun?

Einer existenziell bedrohlichen Situation hilflos ausgeliefert zu sein ist für unsere Seele sehr schwer auszuhalten. Deswegen gibt es verschiedene innere Bewältigungsstrategien. Eine mögliche Strategie ist das Versprechen an sich selbst, so etwas nie wieder zu erleben. Daraus resultiert der Versuch, alles zu tun, damit diese unermesslich große Ohnmacht und Hilflosigkeit nie wieder gefühlt werden müssen. Das eigene Leben und jeder einzelne Lebensbereich sollen geschützt werden. Oft stellt sich aus diesem Grund ein großes Bedürfnis an Kontrolle über alles ein. Kontrolle oder zumindest der Versuch, alles zu kontrollieren, stellen den Gegensatz von Ohnmacht dar.

Angst vor dem Schwangerwerden

Eine Schwangerschaft kann nicht mehr kontrolliert werden

Genau darin liegt der Schlüssel: Schwanger zu werden und zu sein entzieht sich unserer Kontrolle. Es gibt kein Zurück und keine Einflussmöglichkeit. Die Schwangerschaft an sich ist ja etwas Schönes und sehnlich Herbeigewünschtes. Auf Seelenebene können durch den Kontrollverlust jedoch alte Erinnerungen an Ohnmacht und Ausgeliefertsein wieder geweckt werden. Die Seele versucht, diese Erinnerungen nicht wieder zu beleben und verhindert deswegen die Schwangerschaft. Traumatische Erfahrungen sollen nicht wieder aktiviert werden, da dies nicht aushaltbar ist.

Körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft gibt es eine Unmenge an ungewohnten, körperlichen Veränderungen. Sie lassen sich nicht beeinflussen. Der Bauch wird dick, der Brustumfang nimmt zu und noch vieles mehr. Ein neuer Mensch, eine neue Seele entwickelt sich und der Körper der werdenden Mutter ist ihr Zuhause. Einige Frauen haben dann das Gefühl, ihren eigenen Körper nicht mehr wiederzuerkennen. Bei diesen Entwicklungen gibt es keinen Ausweg und sie können nicht kontrolliert werden.

Deswegen kann die Seele das Schwangerwerden verhindern, weil es sich durch den Kontrollverlust zu bedrohlich anfühlt. Die Seele schützt die Frau vor dieser erneuten Erfahrung.

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Muttersein und die eigene Kindheit

Während der Schwangerschaft findet eine Auseinandersetzung mit der zukünftigen Rolle als Mutter statt. Auch bei der Mutterschaft gibt es kein Zurück mehr, denn das Kind ist ja erwünscht. Das ist ein weiterer Punkt, der unbewusst Angst machen kann, da das Muttersein etwas völlig Neues ist. Ein eigenes Kind aufwachsen zu sehen und es zu begleiten, weckt oft Erinnerungen an die eigene Kindheit. War sie unglücklich oder gab es traumatisierende Erfahrungen, dann treten diese wieder ins Bewusstsein oder wirken sich auf den Umgang mit dem Kind aus.

Die Geburt eines Kindes

Ist eine Frau schwanger, dann wird es auch eine Geburt geben. Eine Geburt kann als kraftvoller, wirklich wunderbarer Prozess erlebt werden und als außerordentlich schöpferisch. Je nachdem, wie die äußeren Umstände der Geburt sind, kann sich die Urgewalt der Natur zeigen. Auch bei einer Geburt gibt es kein Zurück und keine Kontrolle darüber, ob das Kind auf die Welt kommt. Dies kann für Frauen beängstigend sein. Gibt es vorangegangene Erfahrungen von Machtlosigkeit und Ausgeliefertsein, dann kann auf unbewusster Ebene eine Schwangerschaft verhindert werden, um nicht die Geburtserfahrung machen zu müssen.

Angst vor der Geburt

Starre im Energiefeld

Bei der Begleitung von Frauen mit Kinderwunsch nehme ich bei vorangegangenen traumatischen Erfahrungen oft eine Starre im Energiefeld wahr. Als wäre ein Teil des Systems eingefroren und nicht durchlässig. Das kann es der Kinderseele schwer machen, eine gute und stabile Verbindung zur Mutter zu bekommen. Diese Starre kann sanft mit energetischen Methoden aufgeweicht werden, so dass ein guter Fluss wieder hergestellt ist. Die Babyseele kann dann auf eine neue Weise von der Frau aus dem Herzen eingeladen und willkommen geheißen werden.

Meine Empfehlung

Es ist bei länger unerfülltem Kinderwunsch in jedem Fall empfehlenswert, in der eigenen Biografie nach traumatischen Erfahrungen zu schauen. Möglicherweise gab es schwierige Erlebnisse, die nicht mehr im Alltagsbewusstsein präsent sind. Oder die Frau erinnert sich daran und hat sie noch nicht bearbeitet. Dann sollte sie die Erfahrung aufarbeiten. Energetisch sind Traumata auch oft nach einer Therapie noch im Körpergedächtnis gespeichert. Diese feinstofflichen Erinnerungen können sehr gut energetisch bearbeitet werden.

Wenn das Energiefeld im Fluss ist und die Seele der Mutter sich nicht mehr vor dem Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins schützen möchte, findet die Kinderseele besser ihren Weg.

*Anmerkung: Die Themen Trauma und sexueller Missbrauch sind sehr sensibel und können triggern. Daher beachte bitte: Das im Text Beschriebene kann auf dich zutreffen, muss es jedoch nicht. Es ist ein Impuls, an dem du weiter forschen kannst und mit Aufmerksamkeit dafür, dass es nie eine Lösung oder Erklärung gibt, die für jede Frau gilt.

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Über die Autorin Annick

Annick unterstützt Frauen mit Seelenbegleitung beim Kinderwunsch und Schwangerwerden, so dass die Babyseele auf eine ganz neue Weise eingeladen wird. Annick hilft dabei, innere Hürden zu klären und Stress loszulassen beim Schwangerwerden auf dem natürlichen Weg oder bei künstlicher Befruchtung. Sie liebt es, neue Verbindungen zu schaffen und innere Räume zu öffnen. Sie bringt fließende, kraftvolle Weiblichkeit wieder zurück.